Europaschule
Berufskolleg Barmen

Berufskolleg Barmen Europaschule - Schule ohne Rassismus

 

Ein Projekt macht Schule    

   
Entstanden ist das Projekt 1988 in Belgien, als sich Schüler/innen und Jugendarbeiter/innen in Antwerpen zusammensetzten, um zu überlegen, wie dem Rassismus das Wasser abgegraben werden kann. Sie suchten nach einer Idee, mit der viele Gruppen und Initiativen ihre Energie bündeln können, um die Wirkungen von Antirassismusarbeit über größere Regionen auszuweiten.

Ihr Projekt SCHULE OHNE RASSISMUS hat sich heute zu einer Bewegung entwickelt, die öffenlichkeitswirksam und erfolgreich in Belgien und in den Niederlanden (Europa- Koordination) wirkt als Pilotprojekt der europäischen Jugendkampagne "all different - all equal" 1995 in Deutschland, Frankreich und England gestartet ist. Die Koordination für die Bundesrepublik hat Aktion Courage - SOS-Rassimus übernommen und wird dabei von einer Reihe von Service-Stationen in den Bundesländern und dem SprecherInnenrat für Schule Ohne Rassismus unterstützt.



Weil heute jung sein - Schüler/in sein bedeutet, setzt das Projekt an der "Schule" und der Zusammenarbeit von Jugendinitiativen und Schule an. Das geschieht im Prinzip in zwei Schritten:

1.Um eine SCHULE OHNE RASSISMUS zu werden, diskutieren die jeweiligen Schüler/innen die vorliegenden Regeln für eine Schule Ohne Rassismus und führen dazu einen Abstimmungsprozeß herbei. Erst wenn sich 70% aller Schüler/innen, Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen einer Schule durch Eintragung in einer Unterschriftenliste für dieses Projekt entschieden haben, kann es losgehen.

2.Zwei oder drei Aktionen gegen Rassismus sind zwar ein Anfang, beseitigen aber den (alltäglichen) Rassismus noch nicht. Die Thematisierung von Rassismus als fächerübergreifende Querschnittsaufgabe ist das Ziel und soll über Projektarbeit, Aktionen, Begegnungen, Feste und kreative Veranstaltungsformen erarbeitet werden. Dazu bieten sich Z. B. auch besondere Daten wie der 21. März, 8. Mai, 1. Sept., die interkulturelle Woche oder der 9. Nov. an.

Wenn der o. g. Abstimmungsprozeß erfolgreich abgeschlossen wurde und die Überlegungen für Aktivitäten und Projekte Platz gegriffen haben, ist es Zeit für die offizielle Verleihung des Titels SCHULE OHNE RASSISMUS. Mit dem gleichnamigen Schild am Eingang der Schule sollen alle Beteiligten und die Öffentlichkeit daran erinnert und sensibilisiert werden, tagtäglich und überall dem heimlichen und offenen Rassismus engagiert entgegenzutreten. Dazu werden Verhaltensmöglichkeiten entwickelt und stabilisiert, umfangreiche Informationshilfen und Projektideen werden z. Z. zusammengestellt.

Wichtig: Das Projekt SCHULE OHNE RASSISMUS ist und bleibt eine Jugendinitiative. Alle Erfahrungen haben gezeigt, daß erfolgreiche (Rassismus und Gewalt-) Initiativen auf Reibungsprozesse innerhalb der Szene angewiesen sind und ihre Dynamik aus der Auseinandersetzung (z. B. unter Jugendlichen) gewinnen. Von daher entwickelt dieses Projekt seinen Erfolg aus der Initiative von unten und bezieht zu gegebener Zeit die Profession und Fachlichkeit z.B. von LehrerInnen u. a. mit ein.