Europaschule
Berufskolleg Barmen

10 Jahre Berufskolleg Barmen-Europaschule - Experten und Schüler diskutieren über berufliche Bildung für Europa

Die Veranstaltung fand auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid und des Berufskollegs Barmen-Europaschule in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Wuppertal statt, wobei auch das zehnjährige Bestehen des Berufskollegs als Europaschule und die hierzu im Sommer verliehene Zertifizierung gefeiert wurden.

Das Thema Europa nimmt am Berufskolleg in Wuppertal Barmen schon lange einen wichtigen Platz ein. Bereits seit 10 Jahren trägt das Kolleg den Titel "Europaschule" und unterhält mit einer Vielzahl von Schulen im europäischen Ausland Partnerschaften.
Gegenwärtig arbeitet das Berufskolleg mit 16 Partnerschulen zusammen, die nicht nur aus den Beneluxstaaten, Frankreich und England sondern auch aus Norwegen und Estland sowie aus osteuropäischen Ländern stammen.
Schulleiterin Dr. Annette Koewius konnte daher auf eine lange Geschichte erfolgreicher Europaprojekte an ihrer Schule zurückblicken, von denen einige anschließend von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Bildungsgängen anschaulich und lebendig präsentiert wurden. Entscheidend für den Erfolg, so Dr. Koewius, seien die gute Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Politik sowie das besonders engagierte Kollegium gewesen.

Auch für die Zukunft hat man sich viel vorgenommen, unter anderem die Umsetzung des Pilotprojekts einer deutsch-französischen Berufsausbildung.
Für das besondere europabezogene Engagement wurde der Schule im August 2008, entsprechend den von der Landesregierung aufgestellten Kriterien, die Anerkennung als Europaschule des Landes NRW verliehen. Damit ist das Attribut "Europaschule", für die Aktivitäten in der Vergangenheit, seitens der Landesregierung bestätigt worden und weist auf die kontinuierliche Fortsetzung unserer Projekte hin.

Vertreter bergischer Ausbildungsbetriebe betonten die Wichtigkeit europaorientierter Ausbildungsmodelle. Es werde heute von Auszubildenden erwartet, dass sie bereit seien, einige Zeit im Ausland zu arbeiten. Hier seien Flexibilität und Mobilität gefragt. Davon profitierten letztlich beide: der Betrieb, aber auch der Auszubildende, weil er seine beruflichen Chancen deutlich verbessere. Besondere Chancen hätten auch Jugendliche mit ausländischen Wurzeln, deren muttersprachliche Kenntnisse für die exportorientierte bergische Wirtschaft sehr interessant seien. Der Wuppertaler Landtagsabgeordnete Horst Ellinghaus, sowie Manfred Zöllmer als M.d.B, der Europaabgeordnete Heiner Lehne und Christoph Harnischmacher als Vertreter der Bezirksregierung ergänzten diese Aussagen und sicherten ihre Unterstützung auf den jeweiligen Ebenen zu.
IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge betonte, dass gerade angesichts der sinkenden Schulabgängerzahlen und des drohenden Fachkräftemangels eine international ausgerichtete Ausbildung zunehmend wichtiger werde. "Betriebe, die zum Beispiel interne Fremdsprachenschulungen oder Ausbildungsabschnitte im europäischen Ausland anbieten können, haben deutliche Vorteile im Wettlauf um die besten Auszubildenden", so Wenge wörtlich.
Als besonderen Höhepunkt und Überraschung überreichte die Bayer Material Sciences der Schule einen Scheck über 2.500.- Euro. Damit bedankte sich diese Unternehmensparte der Bayer AG für die gute Kooperation auf dem Gebiet der Betriebspraktika und der Rekrutierung von Auszubildenden.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde bei einem Imbiss weiter gefeiert und diskutiert, wobei alle Beteiligten eine sehr positive Bilanz zogen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




 
 


In einer anschließenden Podiumsdiskussion kamen dann neben Lorenz Bahr, verschiedene Vertreter bergischer Transport- und Logistikunternehmen zu Wort. So waren hier die Firmen Cretschmar, Flesche und Birkart vertreten. Schwerpunkte waren u.a. Fragen zu den beruflichen Perspektiven im internationalen Güterverkehr und Aspekte der ökologischen Herausforderungen, im Zusammenhang mit dem wachsenden europäischen Transportaufkommen. Die IHK Wuppertal- Solingen- Remscheid, für die diese Themen ebenfalls von großem Interesse waren, wurde durch deren Hauptgeschäftsführer, Michael Wenge, repräsentiert, der die gesamte Veranstaltung aktiv mitgestaltete. Um den Tag abzurunden, gab es dann bei einem Imbiss die Gelegenheit zu weiteren Gesprächen; ein Angebot, welches gerne genutzt wurde und das die festliche Europastimmung erkennen ließ.

 
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