Europaschule
Berufskolleg Barmen

Fachschule für Wirtschaft am BK Barmen Europaschule

Fachrichtung Betriebswirtschaft
Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik / Organisation

 

Informationen zum Bildungsgang

Berufsbegleitend zum Betriebswirt
Weiterbildung an der Fachschule für Wirtschaft
       - in 3,5 Jahren
       - für einige Berufsschulzweige auch ausbildungsbegleitend möglich
       - branchenübergreifend
       - mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik
       - und ohne Semestergebühren

Abschluss
Die Fachschule für Wirtschaft führt zu einem staatlichen Abschluss. Das ist ein wichtiger Unterschied zu zahlreichen Abschlüssen privater Anbieter. Die erfolgreichen Absolventen nennen sich:

  • staatlich geprüfte Betriebswirtin bzw.
  • staatlich geprüfter Betriebswirt

Qualifikation
Die Wirtschaftsfachschule am Berufskolleg Barmen ist nicht auf bestimmte Branchen und betriebliche Funktionsbereiche (z.B. Absatz oder Rechnungswesen) fixiert. Der Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist in dieser Hinsicht neutral. Er weist aber in die Zukunft der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Informatik und Kommunikationstechnologien werden in der Zukunft eine so bedeutende Rolle spielen, dass schon heute von der Informationsgesellschaft gesprochen wird, wie vor 30 oder 40 Jahren von der Industriegesellschaft.
Die Wirtschaftsfachschule bereitet auch auf die Ausbildereignungsprüfung vor. Die Prüfung selbst wird vor der IHK abgelegt.

Anerkennung des Fachschulabschlusses
Mit der am 31.1.2012 vollzogenen Verabschiedung des Deutschen Qualifikationsrahmens, an der Bund, Länder, Sozialpartner und Wirtschaftsverbände beteiligt waren, wird der Abschluss zum "Staatl. gepr. Betriebswirt" mit dem Bachelor, der an Hochschulen vergeben wird, auf dem gleichen Niveau 6 angesiedelt. Damit kommt unserer praxisorientierten Weiterbildung eine wesentlich höhere Bedeutung zu, als dies bisher der Fall war. Es ist zu vermuten, dass die hier festgelegte Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung zu einer noch höheren Anerkennung des Abschlusses in den Unternehmen führt und in Zukunft auch mehr Hochschulen die Gleichwertigkeit so anerkennen, dass sie Absolventen der Fachschule zu einem Master-Studiengang zulassen.

Voraussetzungen
Voraussetzung für den Besuch der Wirtschaftsfachschule ist vor allem kaufmännische Erfahrung. Der normale Weg führt von der Fachoberschulreife über eine kaufmännische Berufsausbildung und eventuell eine anschließende Berufstätigkeit in diesen Bildungsgang.

In die Fachschule für Wirtschaft wird aufgenommen, wer mindestens über die Fachoberschulreife verfügt und über

  • einen Ausbildungsabschluss in einem kaufmännisch-verwaltenden Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung, dem  Landes- oder Bundesrecht und
  • den Berufsschulabschluss, soweit während der Berufsausbildung die Pflicht zum   Berufsschulbesuch bestand, und
  • eine Berufstätigkeit im Ausbildungsberuf von mindestens einem Jahr, die auch während der Fachschulausbildung abgeleitet werden kann, nachweist oder
  • wer abweichend davon eine kaufmännisch-verwaltende Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren nachweist.

Dauer
Die Fachschule für Wirtschaft am Berufskolleg Barmen ist eine weiterführende Fachschule in Teilzeitform. Der Bildungsgang dauert 7 Semester bzw. 3,5 Jahre. Der Unterricht findet berufsbegleitend an 2 Wochentagen abends (18.00 bis 21.15 Uhr) und am Samstagvormittag (8.00 bis 12.15 Uhr) statt. Etwa ¼ aller Samstage ist unterrichtsfrei. An jedem Unterrichtstag werden 4 Unterrichtsstunden erteilt. Die Unterrichtsstunden dauern in der Woche 45 Minuten, samstags 60 Minuten.

Zu diesen 12 Wochenstunden Unterricht kommt Vor- und Nachbereitungszeit (z.B. Lernen für Klausuren) sowie das Arbeiten in Selbstlernphasen.
Es gilt die Ferienordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach den Sommerferien beginnt jeweils ein neuer Jahrgang.

Die Lernfelder im Überblick

  • Das System Unternehmung in seiner internen und externen Vernetzung
  • Marketingprozesse
  • Leistungserstellungsprozesse
  • Beschaffungs- und Bereitstellungsprozesse
  • Personalwirtschaftliche Prozesse
  • Informationssysteme
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Jahresabschluss
  • Kapitalströme / finanzwirtschaftliche Maßnahmen
  • Managementsysteme und strategische Planungsprozesse
  • Geschäftsprozesse und Projekte 

Insgesamt bieten wir mit unserer Weiterbildung zum „Staatl. gepr. Betriebswirt“ bzw. zur „Staatl. gepr. Betriebswirtin“, die insgesamt 2400 Unterrichtsstunden umfasst, eine nicht nur breite, sondern auch vertiefte Erarbeitung spezieller betriebswirtschaftlicher Kenntnisse an. Unser Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik (LF Informationssystem) setzt sich dabei weniger mit techniklastigem IT-Spezialwissen auseinander, sondern vermittelt  an praxisorientierten Beispielen ein breites informationstechnisches Grundlagenwissen (von der Excelanwendung bis zum eigenständigen Internetauftritt), das durch betriebswirtschaftliche Bezüge die Studierenden zur kompetenten und konstruktiven Kommunikation mit IT-Fachleuten in betrieblichen Kontexten befähigt.  

Konzeption
Zum Konzept gehören die Orientierung an den Erfordernissen der betrieblichen Praxis und die handlungsorientierte Vermittlung des Wissens, der Fähigkeiten und der Kompetenzen. Dabei wird viel Wert auf vernetztes Denken und fachübergreifendes Vorgehen gelegt. Besonders deutlich wird dies bei den kleinen und großen Projekten (Projektbeispiele).

In der "großen" Projektphase lösen die Studierenden in kleinen Arbeitsgruppen selbst gestellte Aufgaben, die betriebliche Problemstellungen abbilden. Die Projektphase beginnt 6 Wochen vor dem Ende des vierten Semesters (2. Schuljahres) und endet 6 Wochen nach Beginn des fünften Semesters (3. Schuljahres). In dieser Zeit finden keine anderen Lehrveranstaltung statt. In der Regel werden die Projektergebnisse öffentlich präsentiert. So fördert die Wirtschaftsfachschule nicht nur die Fachkompetenz, sondern auch die Methoden-, Sozial- und Lernkompetenz.

Ausstattung
Die Fachschule verfügt über zweckmäßig ausgestattete Räume im Gebäude Diesterwegstr. des Berufskollegs Barmen. Neben allgemeinen Unterrichtsräumen gibt es mehrere Fachräume für die Datenverarbeitung mit modernen, vernetzten Computersystemen. Die Schule ist mit Internet-Anschluss ausgestattet.
Im Hauptgebäude in der Sternstr. befinden sich auch die Büros der Schulleitung und das Sekretariat. Tagsüber wird das Gebäude von Berufsschul- und Berufsfachschulklassen genutzt.


Kosten

Die Fachschule für Wirtschaft ist Teil des Berufskollegs Barmen und damit eine staatliche Schule. Wie an allen staatlichen Schulen wird kein Schulgeld erhoben. Es gibt keine Aufnahme-, Studien- oder Prüfungsgebühren. Trotzdem kommen auf die Studierenden Kosten zu: für ein eigenes Computersystem (Hard- und Software), für Bücher und anderes Lernmaterial. Eventuell wollen Sie auch an Studienfahrten teilnehmen und den erfolgreichen Abschluss feiern. All das kostet natürlich Geld!

Erfolge
Die Mehrheit aller Studienanfänger hat den Abschluss erreicht und zwar mit durchschnittlich guten Ergebnissen (Durchschnittsnote aller Abschlüsse ca. 2,6). Eine Erfolgsquote von deutlich mehr als 50% der Studienanfänger ist für eine drei- bis vierjährige berufsbegleitende Weiterbildung sehr hoch. Mehr als 99% derjenigen, die die Prüfung erreichten, haben sie im ersten Anlauf bestanden. Die mehrfache Belastung durch Beruf, Familie und Studium über einen so langen Zeitraum organisiert und ertragen zu haben, ist an sich schon eine Leistung. Die Absolventen der Wirtschaftsfachschule sind nicht nur leistungsfähig und verfügen über mannigfache Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen, sie sind auch belastbar und Stresssituationen gewachsen. Was kann ein Unternehmen mehr erwarten?


Studierende
Sie haben einiges gemeinsam:

  • Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft
  • Zukunftsorientierung
  • kaufmännische Berufsausbildung und -erfahrung etc.

Vieles unterscheidet sie aber auch:

  • Sie sind von 21 bis 55 Jahre alt
  • Sie kommen aus Industrie, Handel, dem Kredit- und Versicherungsgewerbe, dem Transport- und Verkehrswesen usw.
  • Sie sind Sachbearbeiter, Gruppen- oder Abteilungsleiter, Sekretärinnen, Hausfrauen bzw. -männer oder auch Arbeitslose
  • Sie sind ungefähr zur Hälfte männlich bzw. weiblich
  • Sie kommen zum großen Teil aus Wuppertal, aber auch aus den Orten der näheren und weiteren Umgebung von Heiligenhaus bis Witten, von Kerpen bis Halver.

Die Fachschule mit ihrer intensiven Teamarbeit fördert auch den Informationsaustausch zwischen den Studierenden. So lernen sie indirekt aber intensiv Strukturen und Methoden anderer Unternehmen kennen - auch ein Mittel gegen Betriebsblindheit und Scheuklappen.

Anmeldeunterlagen:

  • Anmeldung
    Die Anmeldungen für die Fachschule für Wirtschaft, ist seit diesem Anmeldetermin auf ein Online-Anmeldeverfahren auf der Seite www.schueleranmeldung.de umgestellt.

    Bitte klicken Sie hier, registrieren sich ggfs. auf der Seite und lassen sich dort durch die Anmeldeprozedur führen.

    Sie sollten dazu unsere Anmeldehinweise unbedingt beachten.
    Wenn Sie mit Ihren Eingaben fertig sind, können Sie eine Anmeldebestätigung ausdrucken, die Sie bitte Ihren Unterlagen, die weiterhin in Papierform im Sekretariat eingereicht werden müssen, beifügen.

  • Abschlusszeugnis mit Fachoberschulreife, Fachhochschulreife oder Allgemeiner Hochschulreife
  • Abschlusszeugnis der IHK über die Berufsausbildung
  • Zeugnis des Berufsschulabschlusses
  • Nachweis der beruflichen Tätigkeit (Art und Dauer),
  • tabellarischer Lebenslauf (unterschrieben)
  • Bei Anmeldungen auf dem Postweg bitte beglaubigte Kopien schicken. Bei persönlicher Anmeldung reichen unbeglaubigte Kopien und die Vorlage des Originals.
  • Anmeldezeitraum für das neue Schuljahr ist jeweils von Februar bis Mai.

 

Informationen

Informationsmaterial im Downloadbereich
Bildungsgangleiter: Herr Lauer, Email: karstenlauer(at)gmx.de
Abteilungsleiterin Weiterbildung: Frau Pütz

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